Arbeiten mit Tageskarten

Eine Tageskarte ziehen, ist eine wunderbare Art sich dem Tarot zu nähern oder damit im Kontakt zu bleiben. Für mich ist es ein Morgenritual. Eine Tasse Kaffee, Kerzenlicht, dann mischen, Karte ziehen und einige Minuten darüber meditieren. Anfänger*innen sei geraten, nicht gleich nach dem Erklärungsheft zu greifen. Einfach in sich hineinlauschen und wahrnehmen, was die Karte auslöst.

Nun kann es natürlich vorkommen, dass man, wie ich heute morgen, eine Karte zieht, die erschreckend wirkt. Heute morgen war es bei mir „15-Der Wächter“ (im klassischen Tarot „Der Teufel“), keine der Karten, die eine vor Freude jubeln lassen, zeigt sie doch an, dass es schwierig werden könnte, dass es an der Zeit ist, sich seinen Schattenanteilen zu stellen und vielleicht noch einmal seinen Plan, sein Projekt, das Miteinander mit Anderen, alles was man für so sicher hielt, überdenken muss, wenn man nicht in Schwierigkeiten geraten will. Zieht man nun eine Karte wie diese, sollte man sie nicht als negativ bewerten, sondern die Herausforderung annehmen. Der Punkt ist, denkt man als erstes: ‚mit so einer Karte, kann es nur ein blöder Tag werden‘, ist die Gefahr groß, dass er genau das wird, also zur selbsterfüllenden Prophezeiung wird.

Meine Herangehensweise an „15 – Der Wächter“ war, mir zu überlegen, was ich übersehen habe. Bin ich dabei einen alten Fehler zu wiederholen? Gibt es Energien in meinem Umfeld die mir nicht guttun und wie kann ich diese wandeln? Bin ich zu selbstgerecht? Übernehme ich die Verantwortung für mein Verhalten?

 

 

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