Meditation

Meditation gehört zu meinem Leben. Nach dem morgendlichen Yoga folgt eine Zazen Meditation. Wenn ich meine Tageskarte ziehe, dann meditiere ich immer einige Zeit damit. Tauche ein in die Karte und lasse sie auf mich wirken. Diese sehr ruhigen Meditationen, bringen Ruhe in den Tag und helfen über den Tellerrand zu sehen, aber manchmal ist mir nach etwas mit mehr Bewegung. Für mich ist Spazierengehen ein Weg Ordnung in meine Gedanken zu bekommen und Kontakt aufzunehmen, zum Beispiel mit Bäumen und manchmal in dem ich einfach einem Schwan oder einer Möwe zusehe.

Raunachts-Vorbereitungen

Ab Samhain, spätestens, zieht es mich nach Innen. Es ist die Zeit in die Stille zu gehen und sich auf die Raunächte vorzubereiten. Meistens ist der November noch sehr hektisch, weil der Wunsch nach Ruhe zwar da ist, aber das Außen noch nicht zur Ruhe kommt. Da sind Geburtstage, Termine und Dinge die erledigt werden müssen, bevor es ans Einigeln geht. Der November ist der Monat, in dem ich mich meistens sehr zerrissen fühle. Natürlich ist mir klar, dass ich mir den Druck selber mache. Die Dinge ordentlich zu Ende bringen, könnte ich auch, in dem ich eins nach dem anderen ruhig angehe. Ich nun aber denke immer (und erstaunlicherweise, obwohl es regelmäßig schiefgeht, wirklich immer wieder), wenn du dich jetzt ranhältst dann hast du Ruhe, dann brauchst du dich um nichts mehr kümmern. Das klappt natürlich nicht. Eine Auszeit, ist der bewusste Schritt sich aus dem üblichen Hamsterrad auszuklinken und mal nicht auf Knopfdruck parat zu stehen, sowie irgendetwas oder irgendjemand Aufmerksamkeit fordert. Da muss man wirklich streng zu sich sein und energisch „nein“ sagen, sowie man denkt: ‚Aber ich könnte doch noch eben…‘ Der reine Wahnsinn. Dieses Jahr war es nicht anders, aber es soll definitiv das letzte Mal so chaotisch gelaufen sein. Nun geht es nur noch um die Raunächte.

Samhain ist für mich der Abschluss des spirituellen Jahres. Das Fest wird so um den 31.10. herum gefeiert, es werden die Ahn*innen geehrt, eine Bilanz für das vergangene Jahr gezogen und ein wenig orakelt. Meistens kommt um diese Zeit auch das Krafttier zu mir, welches mich durch das neue Jahr begleiten will. Soweit habe ich alles, was ich bis jetzt brauche. Das Thema der Raunächte 2017 war: Loslassen.

Das letzte Jahr stand bei mir unter dem Motto:

Das sind ihre Ängste Frau Braun, sind Sie bereit sich ihnen zu stellen?

Dass ich mich meinen Ängsten gestellt habe, kann ich mich Fug und Recht behaupten, da kann ich zufrieden sein. Da habe ich einiges losgelassen und dass ich es konnte, hat viel damit zu tun, dass ich die Raunächte genutzt habe, mich mit ihnen auseinanderzusetzen. Also habe ich ein Stück Vergangenheit bewältigt, folglich denke ich, es ist an der Zeit, sich dem zu widmen, was noch kommen könnte. Welche Wünsche und Träume habe ich und wie kann ich sie verwirklichen?

Das Motto, das ich für 2019 wähle ist.

Wage es zu träumen und wage es deinen Traum zu leben

Bis zum offiziellen Beginn der Raunächte, für mich ist es die Nacht der Wintersonnenwende, werde ich nun sammeln. Gedanken, Bilder, Gesprächsfetzen, die ich dann mitnehme, in die Zeit zwischen den Jahren und aus denen ich mir ein Gerüst bastele, um das herum sich meine Träume materialisieren lassen.

 

Krafttiere

Heute möchte ich auf ein wundervolles Kartenset hinweisen. Das keltische Tierorakel von Philip und Stephanie Carr-Gomm mit den Illustrationen von Will Worthington. Ich mag dieses Set sehr. Einmal sind die Bilder wundervoll und auch das dazu gehörige Erklärungsbuch gibt so einiges her. Am Ende einer Beratung lasse ich gerne meinen/meine Klient*in eine Karte daraus ziehen, als Begleiter durch die nächsten Wochen. Auch für mich selber nutze ich es oft, manchmal sehe ich mir nur die Karten an und freue mich an ihrer Schönheit und manchmal brauche ich einfach Unterstützung in einer bestimmten Situation und bitte ein Tier mich zu begleiten.

Seit vielen Jahren, immer so zu Samhain (um den 31.10. herum) bitte ich in einer Meditation, ein Tier mir durch das nächste Jahr zur Seite zu stehen und verabschiede mich in Dankbarkeit von meiner vorjährigen Begleitung. Diesmal ist es eine Bärin.

In der Zeit zwischen Samhain und Jul, der Wintersonnenwende, versuche ich mich mit dem Tier vertraut zu machen. Lese über es, sehr mir Bilder und Dokumentationen an und nähere mich so mehr und mehr den Energien an, die dieses Tier verkörpert. Komischerweise hat sich das erste Mal, in all den Jahren, eine Bärin angeboten mich zu begleiten. Mit von der Partie waren schon: Möwe, Weißer Hai, Libelle, Ratte, Wespe und noch so einige. Es war immer spannend und ich habe von meinen Begleitern viel gelernt.